Zitat: "Facebook ist gefährlich + Teufelswerk!"

Vor ein paar Tagen saß ich gemütlich in einer Gastwirtschaft und trank einen guten starken Kaffee. Dazu hatte mein Notebook aufgebaut und surfte und checkte Facebook, Twitter usw.

Die älteren Herrschaften am Nachbartisch
Mit dem Rücken zu mir saßen 3 ältere Paare. Sie waren bestimmt über die Sechzig, rüstig, sie redeten und schwätzten über Gott und die Welt. Ich hörte ihnen gar nicht zu, war selbst auf mein Notebook fixiert und konzentriert. Die Konversation der Alten nahm ich wie ein unterschwelliges Dauerrauschen wahr.

Doch dann nahm eine Dame das Wort Internet in den Mund. Sie redete von Weihnachtseinkäufen, online.

Ich dachte: „Ah ja, Guck an!“
Dame: „Ich mach‘ das auch mit E-Mail. Das sind die Namen mit dem komischen a in der Mitte.“
Die anderen Fünf lauschten und … ich.
Dame: „Und ich bin ja neuerdings in Facebook angemeldet, meine Tochter hat mich da eingeladen. Sie schickt mir Fotos, die ich ansehen kann. das ist gut und bequem.“
„Jetzt wird es spannend!“ dachte ich. 😉
Dame: „Und ich sage euch. Was man da alles lesen und sehen kann.“

Und nun kommt’s!
Dame: „Facebook ist ja was für die jungen Leute und ihre Freunde. Die jungen Leute verabreden sich zu Parties. Sie besudeln sich mit Bier und Schnaps und stellen danach die Partyfotos online und schauen die dann gemeinsam an. Das finden die jungen Leute toll!“

Ich schaue mich um, muss mir die Älteren doch genauer anschauen – während ich gerade in Facebook war. 😉 Es ging weiter.

Dame: „Also, ich sage euch. Ich bin ja nur wegen meiner Tochter in Facebook. Facebook ist gefährlich und Teufelswerk. Wenn sich die Leute mal bewerben, dann sehen die Arbeitgeber, wie sie saufen und sich besudeln. Das ist doch schlimm. Das geht doch nicht. Das gilt aber nicht für meine Tochter, die machtsowas nicht. Sie nutzt Facebook, um mit Freunden in Kanada zu chatten.“

Mein Fazit
Es ist ja schon außerordentlich, dass sich diese Ü60-Dame auf Facebook tummelt. Aber sie ist voreingenommen, wie viele Leute, die zwar das Internet nutzen, aber dort nicht zuhause sind. Es dominiert der Eindruck, das Internet mache krank (Virusbefall 😉 ) und sei gefährlich. Diese Meinung vertreten aber auch jüngere Zeitgenossen, wie ich wiederholt feststelle.

Das wollte ich euch nicht vorenthalten.

TheoH

Theo ist leidenschaftlicher Kaffeegenießer & Genussblogger! Er wohnt in Mannheim, bloggt seit 2004 rund um die Themen Essen & Trinken, Kulinarisches, Gastronomie, Events. Ein weiteres Steckenpferd und Betätigungsfeld sind Webdesign, die Blogtechnik rund um Wordpress und Social Media, das Web 2.0. Mehr erfahren Sie hier.

22 Replies to “Zitat: "Facebook ist gefährlich + Teufelswerk!"

  1. Man kann über Facebook sagen was man will, aber es ist unglaublich wie erfolgreich dieses doch einfache Idee ist. 500.000 Millionen Menschen sind ein Teil von diesem Netzwerk. Veröffentlichen Ihre Daten und zeigen jedem, mit wem Sie befreundet ist. Hätte jemand etwas solches mal bei einer Bank vorgeschlagen wegen einem Kredit, man hätte ihn ausgelacht.

  2. Typisch alte Menschen, oder? So ist es zunmal in der heutigen Zeit. Alles wird internationaler und kommunikativer. Es ist doch toll, dass ihre Tochter trotz der sehr weiten Entfernung mit Freunden kommunizieren kann. Warum müssen alte Menschen eigentlich immer nur nörgeln? 😉

  3. Ich finde es so blöd diese schlechte Geschichte über Facebook, Facebook ist großartig, und man kann selbst entscheiden wer sein Page anschauen kann und wer nicht!

  4. Bücher und der Fernseher waren doch auch mal ganz schlecht oder?
    Und stirbt man nicht auch, wenn man schneller als mit 50-70km/h unterwegs ist?
    Ach und ja die Erde ist auch nicht Rund, sondern Eckig…

  5. Sowohl die Verteufelung von Facebook als auch das uneingeschränkte Vertrauen sind falsch, wie fast überall ist die goldene Mitte wohl die gesündeste Einstellung! Die meisten Menschen machen sich beim Gebrauch von Facebook allerdings nicht klar, dass es nicht problematisch ist, was andere Nutzer von einem sehen (was man ja bestimmen kann), sondern was Facebook selbst von einem sieht und speichert und auswertet! Facebook merkt sich alles, was man tut – und wertet es auch aus für kommerzielle Zwecke, Studien etc. Das steht in den Datenschutzrichtlinien. Ist also alles eine Frage der Priorität – will ich die Funktionen von Facebook nutzen und damit Informationen über mich preisgeben oder eben nicht. Facebook ist nicht umsonst. Informationen sind sehr viel wert.

  6. wie gut, dass meine Eltern nichts mit Facebook zu tun haben 🙂
    nein, natürlich kann Facebook gefährlich sein (wie jedes andere Onlineportal auch, dem man seine privaten Informationen anvertraut) und die Leute, die alles über sich preisgeben und jedem erzählen müssen was sie gerade wo machen und wie betrunken sie doch sind, die machen das eben. Man muss wissen wie man mit den Netzwerken umzugehen hat und die, die es interessiert, die setzen sich damit auseinander und die denen das am allerwertesten vorbei geht, die posten eben weiter fleißig über ihr leben 😉
    jedem das seine.
    und natürlich steckt da ein ausgeklügeltes system hinter facebook, sonst wäre es wohl nicht so weit gekommen wie es eben gekommen ist.
    omi sollte lieber anfangen weihnachtsplätzchen zu backen und sich nicht auf facebook rumtreiben 😉

  7. Ganz unrecht hat die Dame aber nicht. Ein gutes Drittel der Personaler, die sich im Internet Informationen über den Bewerber beschaffen, schauen auch in sozialen Netzwerken nach relevanten Informationen (aktuelle Studie Gemini Research). Allerdings ist auch jeder selbst für die Daten verantwortlich, die über ihn im Netz auffindbar sind. Sollte jemand doch mal ein Saufbild veröffentlichen mit Link auf den Bewerber, kann man diese Verlinkung selber entfernen und somit ist keine Verbindung mehr zum Bewerber vorhanden.
    Facebook selbst ist kein Teufelswerk … Facebook ist, was die Mitglieder daraus machen.

  8. Die Menschen müssen sich halt damit abfinden dass Facebook aber auch Google und Co zwar kein Geld kosten aber trotzdem nicht kostenlos sind, es wird nämlich mit seinen Persönlichen Daten bezahlt.

  9. Facebook ist die größte Kacke überhaupt, merkt ihr gar nicht wie viel ihr von euch preisgebt, diese Maschine sammelt alles von euch und merkt sogar wo ihr euch aufhaltet. Lasst bloß die Finger von diesem Müll!!! Zu Karoline, man kann sogar sehr gut ohne dieses FATZEBOK leben. Das nennt sich dann die reale Welt. Ich hasse diesen scheiß!!!!!!!!!!!

  10. Aja, aber die Jugend von heute ist OK? Kein eigener Stil, keinerlei Ideen, alles nur noch gleich, in der einen Hand das schicke Iphone in der anderen der gebeugte Arm mit der falschen Guccihandtasche, auf der Nase die „Puck die Fliege“ bzw. „Brigitte Bardot-“ Sonnenbrille…Wenn ihr das OK findet das ich herausfinden kann wo du dich aufgehalten hast weil du ein Handyfoto ins Internet gestellt hast, weil dieses Foto/Handy nämlich Daten enthält (z.B. GPS) und ich mit der Navigation einfach bei Google den Standort feststellen kann und somit weiss was du da so machst oder wer Du bist weil ich dann deinen Namen bei Google einfach finde und dich stalken oder deine Familie bedrohen kann, dann ist das OK ja? Es wird Zeit das Facebook und Co. das Handwerk gelegt wird, ich bin Globalisierungsgegner, ich muss nicht so monströs „sozial“ verbunden sein. Wartet ab wenn die große Bombe namens „EMP“ kommt und von einer Sekunde auf die andere Euch in die Steinzeit geschleudert werdet und ihr alle nicht mehr nach Hause ohne eurer Handy findet und ihr nicht wisst wie man ein Feuer anzündet, weil ihr es einfach verlernt habt…Wann habt ihr zuletzt mal einen schönen Brief per HAND an jemanden geschrieben? Und damit meine ich nicht die 08/15 Geburtstagskarte für Omi!!!

  11. Fatcebook, zum Kennenlernen, zum Chatten,????
    ich bin früher in die Kneipe, Disco usw. um soziale Kontakte zu pflegen.
    Kennen die jungen Leute sowas überhaupt noch, oder kennen die solche Orte nur aus Geschichtsbüchern?

    Matthias

  12. Facebook repräsentiert für viele Unternehmen das größte Marketingkanal. Was der Datenschutz Aspekte angeht, da ist meiner Meinung nach jeder dafür verantwortlich was er tut. Und es scheint dass für viele nicht besonders wichtig ist die persönliche Daten zu schützen. Warum auch den? Und aus diese Ahnungslosigkeit schlagen viele Firmen Kapital. Toll !!! Ein Thema für frontal21 🙂

  13. Erst einmal wünsche ich allen hier ein gesundes und glückliches Neues Jahr!
    Eigentlich habe ich bei der Suchmaschine Ixquick nach dem Buch „Teufelswerk und Geisterspuk“ (Unheimliches aus dem alten Köln) von Yvonne Plum gesucht und das achte Ergebnis (nach Terry Pratchett ein gaaanz, gaaanz gefährliches Omen) brachte mich auf diese Diskussionsrunde hier.
    Es ist interessant (aber nicht überraschend), wie unterschiedlich die Meinungen sind. Ich selber habe mich lange gegen Facebook gesträubt – eben wegen der Daten-Sammelwut dieses Tools. Schließlich kam ich nicht mehr d’rum herum, weil Informationen zu einer Rockband nicht mehr per Newsletter sondern eben nur noch über Facebook-Pinnwand zu haben sind. UND ich bin mit meinen Angaben über mich dort sehr zurückhaltend.
    Auch google nutze ich nicht mehr als ausschließliches Werkzeug – wegen seiner Daten-Sammelwut.
    Ich gehe für mich selber davon aus, dass das „Netz“ nichts, aber auch gar nichts, vergisst. Eine Fiktion dazu findet man in Wolfgang Hohlbeins Buch „Das Netz“ (ja, zugegeben, im Jahr des Geschehens hat sich der Wolfgang etwas geirrt) ….
    Angst sollte einem eigentlich machen, dass es inzwischen einige Apps für iPhone & Co. gibt, die Meldungen absetzen (zum Beispiel an Facebook), ohne dass der Besitzer etwas davon erfährt. Ganz gemein ist es, wenn diese Melde-Wut an irgendwelche Internet-Dienste nur schwer oder gar nicht vom Besitzer unterbunden werden kann.
    Facebook, google+ und andere bieten schöne Möglichkeiten, bergen aber auch Gefahren.
    ABER: es sind MENSCHEN, die den Funktionsumfang vor und hinter den Kulissen festlegen und die Daten weiter verwerten (lassen)!

    Thomas

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