Zeit fürs Essengehen

Gerade gestern abend fiel es mir wieder ein, dass ich hier immer mal fragen wollte, wieviel Zeit Ihr fürs Essengehen aufwendet.

Mein Erlebnis gestern abend: Wir saßen gemütlich beim Chinesen, da konnte ich beobachten, wie Gäste am Nachbartisch nach uns kamen und vor uns gingen. Gut, ich gebe zu, das ist keine Kunst. Aber das lief dann so ab: Setzen, Getränke bestellen, Essen bestellen, wenn die Getränke kommen, nach etwa 15 bis 20 Minuten kommt das Essen, essen in 15 Minuten, Teller abräumen, direkt bezahlen, aufstehen, gehen. In knapp einer 3/4 Stunde waren sie wieder draußen.

Das ist kein Einzelfall. Ich kann das nicht. Wenn ich – mit Freunden und oder Familie – ein Restaurant aufsuche, dann lasse ich mir Zeit, manchmal auch viel Zeit. So an die 2 bis 3 Stunden verbringe ich dann schon im Restaurant. Nach dem Essen genehmige ich mir in der Regel noch einen Kaffee und / oder einen Absacker. Wenn ich ausgehe, ist damit der Abend verplant. Im Restaurant zu essen, ist für mich eine abendfüllende Beschäftigung, es ist für mich Entspannung, Abschalten, ich will es mir gut gehen lassen. Essen fassen, die reine Beschränkung auf die Nahrungsaufnahme, das geht mittags in der Kantine, abends nicht.

Und wie schaut es bei Euch aus? Wieviel Zeit plant Ihr ein?

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TheoH

Theo ist leidenschaftlicher Kaffeegenießer & Genussblogger! Er wohnt in Mannheim, bloggt seit 2004 rund um die Themen Essen & Trinken, Kulinarisches, Gastronomie, Events. Ein weiteres Steckenpferd und Betätigungsfeld sind Webdesign, die Blogtechnik rund um Wordpress und Social Media, das Web 2.0. Mehr erfahren Sie hier.

6 Replies to “Zeit fürs Essengehen

  1. Hallo Theo

    Ich möchte Dich unbedingt mal nach Zürich zum Essen einladen.
    Für mich ist es pure Entspannung in meinem Zürcher Lieblingsrestaurant den Abend zu geniessen.
    Mit Freunden zu Beginn ein Champagner-Cocktail geniessen, damit kann auch ruhig gegen 18.00 Uhr gestartet werden. Dann geht es von der Bar ins Restaurant zum Nachtessen wie man in der Schweiz sagt.

    In aller Ruhe mit ausgiebigen Pausen ein 3-4 Gang Menu erleben.
    Anschliessend etwas Käse, Dessertwein.
    Dann einen Espresso, Digestif und natürlich eine Davidoff Millenium Blend. upps, es ist schon kurz vor Mitternacht.

    Solch einen Abend mindestens 1x im Monat und der Erholeffekt ist zu 100% gegeben.

  2. Gerne, Alex. Wir werden einen Termin finden. Da schöpfst Du aber viel neue Kraft und Energie. Und ein Genießer bist Du auch! 😉

    Umfang und Luxuriösität sind für mich gar nicht mal notwendig für Genuss und Entspannung. Wichtiger sind mir Muße, Zeit und eine behagliche Atmosphäre. Ich hasse es, in Hektik und unter Stress zu essen.

  3. Essensaufnahme gleich Kantine, aber „Essen gehen“ ist ein sinnlicher Vorgang, ein Erlebnis (neudeutsch: Event), welches zelebriert werden will. Unter zwei Stunden geht selten was, ein 11-Gang-Menü hat es mal auf stolze sechs Stunden gebracht (und war ein Traum!)

    Genießt es, Leute! – möchte ich immer solchen Schnelldurchgängern wie denen aus deinem Beispiel zurufen. Das Leben ist viel zu kurz, um beim Essen zu Sparen.

  4. Würde mich mit anschließen. Allerdings gibt es bei mir drei Abstufungen:
    1.) Essenszuführung in Kantine – 30 Minuten, da nicht mehr Mittagspause
    2.) Schnell was essen gehen – etwa 45-60 Minuten, um etwas essbares zu haben, und nicht hinunterzuschlingen
    3.) RICHTIG Essen gehen. Je nach Anzahl der Gänge ab 60 Minuten bis Open End. Wobei die Kunst, die Gänge im richtigen Abstand zu servieren, leider nicht jeder kann. Zwischen 60 Minuten Pause (zu lang) und der nächste Gang kommt gerade, wenn man mit dem vorhergehenden fertig ist, ist alles dabei. Und beides kommt bei mir nicht gut an.

  5. Jahhhhhhhhh, Essen geniessen ist was schönes. Es kommt aber immer draufan, wann, wo und mit wem das Essen stattfindet.

    In den Ferien oder am Sonntag kann das, wenn die Stimmung und Gesellschaft stimmt, schon 2 – 3 Stunden dauern.

    Zum Beispiel Chinarestaurant. Auch in China kann das Essen länger dauern. Pausen kommen da aber kaum vor. Denn es wird nonstop aufgetischt. http://www.pano360.ch/chinesisch-essen-china-wie-sieht-das-aus/

    Ich denke mal, wer das Leben liebt und geniesst, der hat auch Zeit für ein gutes Essen, stimmts? 🙂

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