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Wahrnehmungen…

Da lese ich
bei Thomas von weinverkostungen.de, dass er einen Printartikel “Reif für die Insel” der Süddeutschen in Händen hält und sich sagt: da war doch schon mal was gewesen.

Drink Tank Mario kommentiert. Ich zitiere, da ich so schmunzeln musste. ;-)

Ist doch ganz einfach: was ein richtiger Journalist ist. der liest aus Prinzip keine Weblogs; denn dann bestünde ja die Gefahr, dass er authentische Informationen zur Kenntnis nehmen muss. Deshalb hält er auch nichts von diesen neumodsichen Bürgerjournalisten. Und selbstverständlich ist er einem Ehrenkodex verpflichtet, der es ihm streng untersagt abzuschreiben oder Ideen zu klauen. Kann er ja auch nicht, wenn er vorsichtshalber nichts liest. Wie kommt es dann? Manchmal liegen Themen halt einfach in der Luft. Stimmt! Aber ausgerechnet das? Und so plötzlich über Nacht? Vielleicht lesen sie ja doch, die lieben Kollegen, heimlich zuhause an Sohnemanns Computer oder sie lassen surfen. Ich bin viel zu lange in dem Beruf um mich noch über irgend etwas zu wundern.

Da lese ich
dass - wiederum - die Süddeutsche heute morgen schreibt: Online-Visionäre - Abgebloggt: Die deutsche Blog-Szene will eine Alternative zu den etablierten Medien werden. Doch zwischen Wunsch und Wirklickkeit klafft eine große Lücke. Deutschen Bloggern wird beschienen: keine Relevanz. Sie lachen über Außenstehende, und vermeintlich wegweisende Blogger bekriegen sich nur gegenseitig. :-(

Da lese ich
von linken Spielchen, an denen einzelne Blogger irrsinnig Gefallen finden: Bock auf mehr Backlinks und höhere Autorität bei Technorati? Copy, paste, linkst du mich, link ich dich genügt ;-(

Was haben wir?
Sommer! Tatsächlich! Die Sonne scheint sogar!
Ich habe wohl zu tief ins Sommerloch geschaut.

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5 Kommentare zu “ Wahrnehmungen… ”

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  1. # 1 Zeit für den Fluch? - Winzerblog schreibt am 13. August 2007 um 11:39 Uhr:

    [...] Wenn ich das HIER und HIER lese juckt es mich den Winzer- und Kellermeisterfluch auszusprechen. Aber, es kann bisweilen sehr unangenehm sein solchen Leuten gegenüber zu sitzen die von deutlich hörbaren Flatulenzen geplagt werden. Aus Rücksicht auf deren Mitarbeiter lasse ich es für heute gut sein und widme mich der Erntevorbereitung. [...]

  2. # 2 Thomas Günther schreibt am 13. August 2007 um 12:01 Uhr:

    Im Artikel der SZ passiert wieder mal das was so häufig vorher zu lesen war. Erst wird mit viel Pathos eine hohe Latte für Blogger gelegt: Nämlich in politischer Kommunikation besser zu sein als etabliertere Medien. Dies geschied um dann von Blogs zu reden, die sich eher als Kommunikation im persönlichen Umfeld verstehen und in denen Anekdoten erzählt werden.

    Nur gibt es auch Blogs, die mit selbst recherchierten Beiträgen viele Besucher haben. Ich hatte bei einem Text über Wein in diesem Monat (wir haben den 13.) schon 1286 Leser. Ich frage mich welche Möglichkeiten denn da sind, hinter denen mein Blog zurückbleibt. Vielleicht hat der SZ-Autor darauf eine Antwort (ich sollte ihn als Berater einstellen; oh nein bei so vielen Kenntnissen vielleicht doch nicht;-)). Zudem sind Blogs keine Vision, sondern Realität. Und diese kann man auch nicht so einfach wegschreiben.

  3. # 3 Matthias schreibt am 14. August 2007 um 13:14 Uhr:

    Ich finde, es ist bei allem etwas Wahres dran.
    Wobei die zitierten Ränkespielchen am schlimmsten sind… schlimm ist aber vor allem, dass die betreffenden Blogger sich selbst, und noch schlimmer, alle anderen mit-disqualifizieren!

  4. # 4 TheoH schreibt am 14. August 2007 um 18:06 Uhr:

    Der Artikel in der SZ ist schon interessant, so zeigt er den Unterschied der Relevanz von Blogs in USA und in D auf. Da hinken Blogs in D hinterher. Das ist aber auch nicht wirklich neu.

    Was mich stört, sind die agressiven Töne und Pauschalisierungen, egal ob sie nun aus der Ecke einzelner Journalisten oder Blogger kommen. Aber das muss wohl so sein! Sonst erhält ein Beitrag ja kaum Aufmerksamkeit. Leider!

  5. # 5 Matthias schreibt am 14. August 2007 um 20:33 Uhr:

    Genau, ich fwürde dieser Agressivität noch etwas Intoleranz und Echoviertheit hinzufügen… ich glaube bei solchen Themen ist das typisch deutsch.

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