Restaurantretter Rach und die Sache mit den Mini-Portionen

Restauranttester Christian Rach war gestern abend auf RTL mal wieder unterwegs. Als Restaurantretter gab Rach den Eheleuten Benno, die in Augsburg das Wirtshaus zum Schober betreiben, den Rat, Schmankerl (kleine Portionen) anzubieten.

Schaut euch mal das Video zur gestrigen Sendung an und spult mal vor zu 24min:35sec (solange das Videogucken noch kostenlos ist 😉 . In der folgenden Videosequenz sagt Rach exakt an, wie üppig er Schmankerl sieht: kleine Portionen für unter 3 €.

Problematik kleiner Portionen
Gerhard Schoolmann greift die Schmankerlempfehlung direkt auf und analysiert die Preisgestaltung für „Kleine Portionen„. Sein nicht erstaunendes Ergebnis lautet:

Betriebswirtschaftlich problematisch ist bei kleinen Portionen der erheblich höhere, relative Personalaufwand nicht nur für die Anrichtung der kleinen Portionen, sondern auch für den Service und das Spülen. Kalkuliert man mit gleichen Deckungsbeiträgen für alle Gerichte und Portionsgrößen, werden kleine Portionen im Vergleich zum Wareneinsatz überproportional teuer.

Bennos haben nach der Sendeaufzeichnung bereits reagiert, wie Gerhard in seinem Beitrag bemerkt. Es werden nun Schmankerl als halbe Portionen zum halben Preis von regulären Gerichten angeboten.

Rach und kleine Portionen
Schmankerl sind sowas wie Leckerbissen, so sagt uns das freie Wörterbuch. Nur Restaurantretter Rach selbst scheint kein kalkulatorisches Problem mit kleinen Portionen zu haben. Rach macht aus Leckerbissen gar Leckerbisschen. 💡 Er kocht ja bekanntlich selbst im Hamburger Restaurant GlasTafelhaus. Dort scheint er Experte zu sein: minimale Portionen zu maximalen Preisen. Dies wissen Restauranttester der MOPO zu berichten: So gut ist der Sternekoch wirklich. Lest vom Mini-Mini-Baguette, einem Klacks Spinat, übersichtlich abgerichtetem Hauptgang und nicht erwarteten kleinen (kostenlosen) Pralinen. 😉 Für diesen Link geht mein Dank an Herrn Paulsen nach Hamburg.

Aufgepasst!
Nicht die eigene Popularität überreizen. Ich gehe nicht essen zu jeden Preis. Ich war zweimal in einem vornehmen Restaurant, in dem mir die Suppe auf einem flachen Teller serviert wurde. Sie drohte nicht einmal, überzuschwappen. Es war das erste und letzte Mal.

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TheoH

Theo ist leidenschaftlicher Kaffeegenießer & Genussblogger! Er wohnt in Mannheim, bloggt seit 2004 rund um die Themen Essen & Trinken, Kulinarisches, Gastronomie, Events. Ein weiteres Steckenpferd und Betätigungsfeld sind Webdesign, die Blogtechnik rund um Wordpress und Social Media, das Web 2.0. Mehr erfahren Sie hier.

7 Replies to “Restaurantretter Rach und die Sache mit den Mini-Portionen

  1. Das Teuer nicht immer gut ist, sollte ja hinlänglich bekannt sein. Bei uns in der Gegend gibt es auch einge In-Gourmet Tempel. Allerdings gehen die Leute da eher hin um gesehen zu werden. Wer selber kochen kann, weiss das das alles kein Hexenwerk ist 😉

  2. Leute!
    Lasst Euch vom TV nicht immer Blödsinn erzählen. Ob das die Sendung mit Rach oder das Dschungelcamp oder wer weiß was ist. TV lügt, lügt und lügt! TV sagt niemals (!!!) die Wahrheit! TV erzählt immer nur Blödsinn und versucht Euch von tatsächlichen Wahrheiten und Themen abzulenken. Niemals dürft Ihr etwas was Ihr im TV seht als korrekt anerkennen. Natürlich ist das Schwachsinn mit den Mini-Portionen….eben TV halt…

  3. Aber mal ehrlich, mir persönlich ist ein richtiges Schnitzel mit massig Beilagen (nicht zuviel – man sollte ja auch alles aufessen) lieber als ein vier – fünf oder sechs Gänge Menü bei dem man nach dem Essen noch in ein FastFood Restaurant gehen muss, weil der Magen knurrt.

  4. Der Hr. Rach ist mir relativ symphatisch aber das mit diesen Gourmet-Portionen ist ja überall so, wenn man feiner essen geht. Man zahlt mehr und bekommt dafür auch noch weniger 😉 ist ja eigentlich recht witzig wenn man so drüber nachdenkt, aber na gut. Dafür ist es ja von einem spitzen Koch – ja jedem das seine.

  5. Also, ich gehe gern ab und zu mal feiner essen. Zwar stimmt es, dass man dort in der Regel dies kleinen Gourmet-Portionen bekommt, aber bei einem 4 bis 6 Gänge Menü passt das perfekt, wie viel soll sonst ein Mensch essen können 😉

  6. Ja das stimmt schon, da sind oft wirklich sehr kleine Portionen dabei, die man da in diesen Gourmet Tempeln vorgesetzt bekommt, wiegt sich auch nicht immer ganz mit den Gängen auf aber wenn man fein essen geht muss man damit eben rechnen,…

  7. Es ist doch nicht nur kleiner weil es Schickimicki ist… Man sollte bedenken, dass dort Dinge serviert werden, die erstens ganz frisch sind, zweitens komplett selbst zubereitet (zB Nudeln oder Brot) werden und drittens sind die servierten Speisen „Leckerbissen“, die es eben nicht an jeder Ecke und vorallem nicht günstig zu erwerben gibt. Um dann angemessene Preise anbieten zu können – und dies kann man beim Rach sehr wohl behaupten (man bedenke auch die kompetenten Servicekrafte) – müssen die Portionen ja kleiner werden. 1kg Gold ist ja auch teurer als eine Unze…

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