PageRank follows Content!

Suchmaschinenbetreiber haben sich in einer Gemeinschaftsaktion entschlossen, dem Linkspam entgegen zu wirken. (Nebenbemerkung: allein schon die Bildung dieser Allianz ist ein bemerkenswertes Novum.) Aber worum geht es genau?

Technik: Linkattribut ‚rel‘ erhält einen neuen Wert ’nofollow‘
Zunächst der technische Aspekt. Mit dem Wert ’nofollow‘ haben Webmaster technisch die Möglichkeit, einzelne Links einer Website von der Suchmaschinenindizierung auszuschließen. Bis jetzt war dies nur für alle auf einer Website befindlichen Links möglich. Abseits.de beschreibt dies kurz und anschaulich!

Folgen für Webmaster
Eine Folge ist klar ersichtlich. Ein Webmaster kann nun flexibler die Suchmaschinenindizierung eigener Seiten seines Website-Projekts steuern. Insbesondere redundante Indizierungen lassen sich bequemer vermeiden, so lassen sich beispielsweise separate Druckseiten oder Hinweise in Linkform besser, weil bequemer, von der Indizierung ausschließen. Ein durchaus zu unterstützender Ansatz.

Folgen für die vernetzte Welt, das Web
Die Suchmaschinenbetreiber verfolgen mit ihrer Aktion das Ziel, Kommentarspammern die Motivation zu nehmen, in Foren, Gästebüchern oder eben Weblogs ihren Linkspam abzuladen. Der Wert ’nofollow‘ wird nun wohl zügig in allen den Suchmaschinenbetreibern gehörenden großen Foren und Weblogsystemen eingebaut werden. Und zwar an den Kommentierungsstellen, wo die Besucher ihren Kommentar mit ihrer Visitenkarte versehen.

Aufschrei in der Blogwelt
Und auf einmal schreit ein Teil der Blogwelt auf. Moe berichtet ausführlich. Er will in einer Gegeninitiative gegen die Einführung bzw. Verwendung des Wertes ’nofollow‘ kämpfen. Man sieht in der Maßnahme einen Affront gegen die Blogwelt. Spambekämpfung sei nur vorgeschobenes Argument. Links würden in Cluster eingeteilt, es gäbe nur noch gute oder böse Links.

Meine Meinung: Die Diskussion ist Blödsinn!
Der Wert ’nofollow‘ ist neu, aber jeder Webmaster hatte in der Vergangenheit bereits die Möglichkeit, über die Meta-Tags ‚robots; index, nofollow‘ Suchmaschinenindizierungen verlinkter Websites zu unterbinden. In einem meiner anderen Website-Projekte mache ich auf Seiten, die hierarchisch unten liegen, seit langem Gebrauch von dieser Möglichkeit.

Es wird schwerer, sich einen guten PageRank zu verschaffen!
Weblogs verstreuen Links und treiben somit mit ihrer Kommunikationstechnik (Trackbacks, Pings, Kommentare) leicht und schnell den seiteneigenen PageRank in die Höhe. Einmal ist die Technik schnell begriffen, aber vor allem verschafft der Weblogbetreiber sich selber die Linkpopularität. Und damit sind wir am kritischen Punkt und bei der

Güte von Links und Linkpopularität
angelangt. Wenn man Links schon in gute und schlechte einteilen will, dann sollten wir mal nicht auf die Link-Quantität, sondern auf die Link-Qualität schauen. Qualitativ gute Links auf meine Website setze nicht ich durch Trackbacks etc., qualitativ gute Links setzen Andere. Nicht ich, sondern ein anderer Webmaster setzt ihn, weil er einen Bezug zum Inhalt der verlinkten Website hat. Ich mag es z. B. nicht, wenn jemand einen meiner Beiträge anpingt und diesen mit keiner Silbe erwähnt. Das ist für mich Trackback-Spam.

Guter Content wird gewürdigt und verlinkt!
Daher die Wahl meines Titels „PageRank follows Content!“.

Ich werde nofollow im Blog nicht anwenden!
Dennoch vernichte ich Blog-Spam. Kommentare und Trackbacks werden gegebenenfalls moderiert, wenn der Filter anschlägt. Die Löschung von Kommentare und Trackbacks behalte ich mir vor. Dies ist schließlich mein Blog.

Weiterführende Diskussionen finden sich bei:
– Moe’s Beitrag Zur No-Nofollow Initiative
– Alps kritischer Beitrag Das neue Link-Attribut der Suchmaschinenbetreiber

TheoH

Theo ist leidenschaftlicher Kaffeegenießer & Genussblogger! Er wohnt in Mannheim, bloggt seit 2004 rund um die Themen Essen & Trinken, Kulinarisches, Gastronomie, Events. Ein weiteres Steckenpferd und Betätigungsfeld sind Webdesign, die Blogtechnik rund um Wordpress und Social Media, das Web 2.0. Mehr erfahren Sie hier.

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