Eure Macken & Marotten beim Essen & Trinken

Eben habe ich wieder gedacht: das ist ein Spleen, wie ich meine Schokolade esse. 😉

Ich bin ein Von-Außen-nach-Innen-Esser, beiße vom Kinderschokoriegel zuerst die äußere Schokolade weg, um dann die innere Michschokofüllung zu lutschen. Mmmhhh lecker. Lutschen kann ich die Schokolade, weil sie aus dem Kühlschrank kommt. Mein Töchterchen isst Schokoriegel übrigens auch so.

Zudem bin ich ein Das-Gute-bis-zum-Schluss-Aufheber. Bei einem guten Essen hebe ich mir das Beste gerne bis zum Schluss des Essens auf. Meine Frau sagt oft: „Ess das Gute, bevor es kalt wird.“

Kleine Anekdote
Da lud ich in meiner Studienzeit zwei Freunde zum Frühstück in meine Studentenbude ein, kaufte Wurstaufschnitt und Käse, leckere Brötchen, Butter und stellte eine schöne leckere Platte zusammen. Das sah richtig gut aus. Ich fand es gut. Als wir dann am Esstisch (klein, aber fein) saßen, fragte mich Holger: „Hast du auch Marmelade?“ Diese Frage verneinte ich. Seit dem Zeitpunkt habe ich immer eine Marmelade im Küchenschrank. Ich mag nämlich Stulle mit Salami und Senf bestrichen bereits zum Frühstück.

Marotte beim Trinken
Die ist nicht von mir, sondern von meiner Frau. Bevor sie Wein aus dem Glas trinkt, achtet sie immer darauf, dass der Eichstrich (0,1 oder 0,2) ihr zugewandt ist. Ich schüttle da nur meinen Kopf.

Wie schaut es bei euch aus?
Habt ihr beim Essen oder Trinken Angewohnheiten, von denen ihr nicht lassen könnt?

TheoH

Theo ist leidenschaftlicher Kaffeegenießer & Genussblogger! Er wohnt in Mannheim, bloggt seit 2004 rund um die Themen Essen & Trinken, Kulinarisches, Gastronomie, Events. Ein weiteres Steckenpferd und Betätigungsfeld sind Webdesign, die Blogtechnik rund um Wordpress und Social Media, das Web 2.0. Mehr erfahren Sie hier.

15 Replies to “Eure Macken & Marotten beim Essen & Trinken

  1. „Das Beste bis zum Schluss“, das kenne ich auch – also erst durch das ungeliebte Fleisch auf dem Teller gekämpft und dann genussvoll das geliebte Püree geschaufelt:-).

    Nur bei Wein ist es anders: da wird weniger Geliebtes oder weniger Gutes von mir einfach nicht mehr getrunken…

    Ja und da dann auch eine typische Winzer-Marotte: immer erst ausgiebig am Inhalt des Glases schnüffeln, ist so zur Gewohnheit geworden, dass mir das zum Amüsement meiner Tischgenossen sogar beim Wasser passiert – und hat mich auswärts schon vor so manchem Chlorschock bewahrt!

  2. Das Beste zum Schluss – vor allem bei Torten und sonstigen Kuchen aus der Springform: Ich fange IMMER von hinten an (alle meine Freunde lächeln dann immer, ich weiß gar nicht warum ;-))

    Und Eichstrich: Kann ich gut nachvollziehen, bei mir muss er allerdings immer hinten sein (ich hasse Eichstriche).

  3. Jaaa, ganz genau! – Das Beste zum Schluss!
    Denn, wenn man das Beste zuerst ißt, dann braucht man den Rest auch nicht mehr essen.
    Was mich aber wundert: Man kann sich sein Essen noch so perfekt aussuchen, zusammenstellen und zubereiten – Es wird immer etwas Bestes geben, und etwas, dass man dann wieder zuerst essen muss 😉 – Komisch oder?

    Ansonsten spüle ich Gläser immer ab, bevor ich sie auf den Tisch stelle, auch wenn sie sauber scheinen. – wegen den Spülmittelresten.

  4. Bevor ich eine Pizza esse, schneide ich das Mittelstück heraus und verspeise dieses genüsslich, man könnte sagen die Pizza wird erst getötet (also das Herz entfernt) bevor sie dann vom Rand her ganz konventionell nieder gemacht wird !

  5. @alle:
    “Das Beste bis zum Schluss”
    Das hätte ich jetzt nicht gedacht. Ich kenne viele, besonders Frauen, die das Beste zuerst essen.

    @Iris:
    die von dir genannte Winzer-Marotte 😉 beobachte ich auch beim Kellermeister meines Vertrauens. Die Chlorschockprophylaxe ist gut.

    @thSo:
    Cool, von hinten anfangen zu essen. Da musst du dir aber sicher sein, dass du auch alles packst 😉

    @Tim:
    Gläser spülen ❓ und wie machst du das im Retsaurant?

    @Jürgen:
    Pizza hat ein Herz in der Mitte 😉 Weicher Teig, viel Belag ❗
    Wie bei der Torte, Jürgen? Nur da bleibt doch das „Herz“ wie als Anstandsstück bis zum Schluss, ne?!

  6. @TheoH
    Ich gehe nicht so oft ins Restaurant. Und wenn, dann kann ich auch nichts machen. Aber im Hinterkopf habe ich schon noch den Gedanken.
    Und dann prüfe ich beim Trinken immer, ob es vielleicht nicht doch noch etwas nach Spülmittel schmecken könnte. – Aber das war bisher noch nie der Fall – Macke eben.

  7. Auch für mich gilt: das Beste zum Schluss. Allerdings plagt mich manchmal der Gedanke, dass ich satt sein könnte, bevor ich mich bis zum „Ringeltäubchen“ durchgefuttert habe. Ist aber noch selten vorgekommen.

    Marotte: ich esse niemals ein Ei aus der Schale. Frühstückseier werden immer gepellt und aufs Brot geschnitten. Dabei esse ich aber nie das „Küppchen“, also das Eiweiß, das die Spitze des Eis bildet. Das muss immer mein Mann vernichten.

    Gefrühstückt wird immer so: erst süß, dann herzhaft, dann Ei (das Beste).

  8. @Tim:
    So isses, Marotte halt. 😉

    @Jutta:
    „Ringeltäubchen“ ❓ Hä?
    Frühstückseier schneide ich auch immer aufs Brot, Jutta. Da dachte ich gar nicht dran. Und da ist es mir auch egal, wie weich gekocht die sind.
    Meine Frau liest gerade mit, sie sagt: Frühstück – erst herzhaft, dann süß. Halt wie beim Abendessen, erst deftig, dann süßer Nachtisch.

    Tja! Geschmäcker sind nun mal verschieden.

  9. „Ringeltäubchen“ ist mein Synonym für etwas Besonderes, etwas, das man nicht so oft sieht. Hier also: bis ich mich bis zum Besten durchgefuttert habe, das Filetstück, sozusagen.

    Huch, ich sitze hier gerade vor dem TV und sehe bei Scobel auf 3sat einen Psychologen, mit dem ich zur Schule gegangen bin – Gymnasium Odenkirchen, 1976, das ist ja komisch…

  10. @Jutta:
    und den Rechner haste auf dem Schoß ❓

    Wir sind gerade beim Kaffee beim Griechen angelangt, in MA, die Leute schwätzen mannemerisch bzw. badisch 😉 Fernshen habe ich hier noch nicht, passt auch nicht hier hin. 😉

  11. Also, ich hebe mir auch immer, wirklich immer, bei einem Fleischgericht ein großes Stück Fleisch für den Schluss auf!

    Das mag ich, weil man sich dann am Ende nochmal über was Schönes freuen kann. Als großes Final mit einem schmackhaften Abgang sozusagen.

    Schön, dass ich da mit meinen Gewohnheiten nicht die Einzige bin 🙂

    LG,

    Die Tanja

  12. Wenn meine Frau sich eine Pizza bestellt, hebt sie sich immer den Rand bis zum Schluss auf – um ihn dann mit Extra Mayo aus dem Kühlschrank zu essen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.