"Leute kaufen gerne bei Menschen!"

Das ist die Kernbotschaft, die ich aus den beiden Videointerviews mit Kirstin Walther und Ludger Freese mitgenommen habe. Kirstin hat es gesagt: „Leute kaufen gerne bei Menschen!“

Kirstin Walther vom Saftblog (Saftkelterei Walther) und Ludger Freese vom Blog Essen kommen (Landmetzgerei Freese) schilderten auf dem Querdenker-Forum in Düsseldorf, das am 15. Oktober 2009 stattfand, was ihnen Präsenz und Aktivitäten im Web 2.0 (Blogs & Twitter) aus unternehmerischer Sicht in Bezug auf Bekanntheitsgrad, Marketing und Verkauf bringen.

Die nachfolgenden Interviews zeigen, dass es sich gerade für kleine und überschaubare Unternehmen lohnt, in Medien des Web 2.0 aktiv zu werden. Erfolg kommt aber nicht von allein. Offener Umgang, auch mit Kritik, unbedingter Kommunikationswille sind Grundvoraussetzungen. Kreative Ideen und etwas anderes Denken sind zudem förderlich, um Aufmerksamkeit zu erhalten.

Hier nun das erste Interview, das Elita Wiegand (innovativ.in Business-Blog) mit Kirstin Walther führte. Bei etwa 6min:3sek sagt sie obigen Satz, mit dem ich diesen Beitrag betitelt habe: „Leute kaufen gerne bei Menschen!“ Es darf menscheln.

In einem weiteren Interview spricht Ludger Freese über seine Erfindung, die Internetwurst, und andere Marketingideen. Ich sag da nur Kuh.

Zusammenfassende Links
Kirstin Walther: Blog, Twitter, Interview-Link
Ludger Freese: Blog, Twitter, Interview-Link

via Ludger: Querdenker Videoabend

TheoH

Theo ist leidenschaftlicher Kaffeegenießer & Genussblogger! Er wohnt in Mannheim, bloggt seit 2004 rund um die Themen Essen & Trinken, Kulinarisches, Gastronomie, Events. Ein weiteres Steckenpferd und Betätigungsfeld sind Webdesign, die Blogtechnik rund um Wordpress und Social Media, das Web 2.0. Mehr erfahren Sie hier.

16 Kommentare zu “"Leute kaufen gerne bei Menschen!"

  1. Verdammt gut gelungen!
    Ich verstehe eh nicht warum sich mancher Mittelständler so vor dem Internet spert! Vermutlich aber ist es die offenheit, die so vielen angst macht!

  2. Interessante Geschichte, ja bin auch der Meinung gerade das Medium Internet wäre für Klein- und Mittelbetriebe eine sehr wirksame Methode. Auf gehts Unternehmer, wir machen ja schon wirklich Werbung für Eure Produkte. Weil diese gut sind und das alles Sinn macht!

  3. Die Saftkelterei Walther und die Landmetzgerei Freese sind wirklich Paradebeispiele, die alle Möglichkeiten des web2.0 und damit den aktiven Dialog mit den Kunden suchen, nutzen.
    Wirklich toll wie offen sie kommunizieren. Das macht schließlich den Erfolg der Aktivitäten aus.

  4. Und dabei haben die beiden weder Marketing noch Kommunikationsdesign studiert, sondern kommen aus dem Handwerk und haben sich diese technischen Dinge selbst als Autodidakt beigebracht!! Daher Hut ab!! Offensichtlich richtige Naturtalente. Und davon gibt es noch mehr!! Das wird man schon bei den nächsten Veranstaltungen des Business-Clubs deutlich sehen und hören!! 😉

  5. Das Vertrauen kann wirklich nur von einem Menschen gegeben werden. Kompetente Beratung, dass man auch wirklich weis, was man hat, kann nur sehr schwer im Internet gegeben werden. Aber dennoch ist das Internet für den Vertrieb und Marketing eine Chance, die von vielen Menschen noch nicht erkannt ist. Aber es gibt sehr gute Möglichkeiten, sich auf Regionen zu beschränken, man muss nicht gleich in der ganzen Welt verkaufen, bloß weil das Internet weltweit verfügbar ist.

  6. Frau Walther bringt es meiner Meinung nach auf den Punkt. Klar ist es so, dass die Kunden Qualität für ihr schwer verdientes Geld erwarten. Aber immer mehr Leute haben die Nase voll von den immer wiederkehrenden ich nenne sie mal „sterilen“ Werbesprüchen.

    Wir haben bei uns z.B. einen Bioladen mit Lieferservice, bei dem man auch online bestellen kann. Die Produkte liegen preislich erwartungsgemäß deutlich über denen der Discounter.
    Aber in seiner Hofzeitung und im regelmäßig versendeten Newsletter wird eben nicht nur berichtet, wie toll alles ist. Im Gegenteil, da steht auch mal was über den alten Lieferwagen, der nun doch verschrottet werden mußte, weil sich die Reparatur nicht mehr lohnte oder man erfährt mal was über die Probleme die sich ergaben, weil die Kartoffelernte witterungsbedingt schlechter ausfiel als erwartet.
    Irgendwie hat man das Gefühl, hier ehrlicher behandelt zu werden als im Großmarkt. Ein Gefühl, welches vielen schon abhanden gekommen zu sein scheint. Für mich ein schönes Beispiel wie die Kommunikation mit dem Kunden auch jenseits des Mainstreams funktionieren kann.

  7. Ja, es darf wirklich menscheln. Das Internet ist zwar ein tolles Instrument zur Kommunikation und Information aber der soziale Kontakt ist es, was einem Menschen wirklich überzeugt. So geht es mir jedenfalls.

  8. Endlich mal auf den Punkt gebracht!
    Ich treibe mich viel im Netz rum und kaufe auch gerne so ein. Derzeit bin ich in den bellybutton-shop verliebt, obwohl ich nicht schwanger oder Mama bin. http://www.bellybutton.de/shop/mama/naturkosmetik.html Die Naturkosmetik dort riecht super und beim stöbern auf der Seite erfährt man gleich etwas über die Gründerinen und die Tatsache, dass sie z.T. 4 Kinder UND Beruf managen können nimmt mir die Angst irgenwann Mutter zu werden.
    Schön, dass man sieht bei wem man kauft.
    Und meine lieblings Pizzeria hat nicht nur ein Bild von ihren Mitarbeitern auf der Homepage, der Chef bring die Pizza sogar manchmal persönlich vorbei!!!
    So etwas sollte es öfter geben.

  9. Ja, Menschen kaufen bei Menschen. Aber Das ist ja eigentlich nichts Neues. Warum gibt es anders so viele Berühmtheiten in der Fernsehreklame? Weil Man denkt dass der Kunde von solchen Menschen eher etwas kauft.

  10. Welch weise Erkenntnis – Menschen suchen Kontakt, und das auch beim Einkaufen!! Und trotzdem glaube ich, dass der Online-Handel eine feine Sache ist. Denn auch hier hat man es letztendlich mit Menschen zu tun und guter Service und persönlicher Kontakt – und sei es nur am Telefon – sind schließlich auch hier das Maß aller Dinge. Nur so kann man erfolgreich sein. Vertrauen kann auch auch über das erstmal kalt wirkende Medium entstehen…

  11. Sehr interessante Geschichte. Schauen wir uns in unserer Gemeinde um, so sehen wir genau das was die Schreiber vor mir angemerkt haben. Leider!

  12. Ich kaufe und lasse mich ebenfalls viel lieber von Menschen beraten. Schließlich möchte doch jeder als Individuum wahrgenommen werden..
    Sehr netter Artikel auf jeden Fall, werde bei Gelegenheit nochmal vorbei schauen. Viele Grüße Meike

  13. Es kommt immer darauf an. Bei mir persönlich brauche ich Beratung nicht immer. Wenn ich Kleidung kaufe will ich meistens keine Beratung. Ich will dabei vor allem in Ruhe gelassen werde. Wenn ich im Restaurant bin oder beim Friseur, probiere ich gerne neue Sachen aus. Und dann brauche ich dringend Beratung. Allerdings merke ich immer wieder, dass viele Verkäufer keine Lust haben, mich wirklich zu beraten. Die paar Male, wo mir ein Friseur tatsächlich eine neue Frisur verkauft hat, kann ich an einer Hand abzählen. Die meisten machen lieber Dienst nach Vorschrift.

  14. Persönlicher Kontakt wird auch in unserer technischen Zeit noch sehr geschätzt. Das Vertrauen ist eben doch viel höher als zu irgendwelchen Maschinen. Ich finde das eigentlich echt toll-ansonsten würde der Mensch ja in den Hintergrund geraten und selber nur noch eine Nummer sein.

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