Lesestoff aus dem Süßigkeitenautomaten

Bücher im AutomatenWundert Euch nicht, wenn Ihr in Berlin unterwegs seit, Hunger verspürt, zu einem Süßigkeitenautomaten – in einen Bahnhof oder eine S-Bahnstation – eilt, dort einen Euro einwerft, einen Schokoriegel ziehen wollt, versehentlich die falsche Taste drückt und … dann Lesestoff bekommt.

Das gibt’s wirklich! Neben Gummibärchen und Chips kann der gemeine Esser Lesestoff für einen Euro aus dem Automaten erwerben. Der Berliner Verlag SuKuLTuR vertreibt seit Ende letzten Jahres sehr erfolgreich seine Buchreihe „Schöner lesen“ über Süßigkeitenautomaten in Berlin und Umgebung. Allein seit März diesen Jahres wurden 5.000 Exemplare über diesen Absatzweg verkauft. Diverse Testbetriebe in den alten Bundesländern laufen derzeit an.

Der Verlagsleiter Frank Melau sagt:
«Da fühlen wir uns wohl … Denn thematisch und dem Umfang nach gehören wir in die Snack-Ecke.»

Die verkauften Bücher beinhalten Prosa-, Lyrik- oder Drama-Literatur von meist unbekannten Gegenwartsautoren. Die Bücher erscheinen in Taschenbuchgröße und sind meist nicht mehr als 24 Seiten stark. Und das zu einem Preis von einem Euro.

In einem ausführlichen Interview erklärt der Programmleiter Marc Degens, dass die Idee, Bücher über Automaten zu verkaufen, ja nicht neu sei. Bereits der Reclam Verlag hatte von 1912 bis 1940 eigene Heftautomaten betrieben, Roth-Händle ebenfalls Kurzkrimis in Zigarettenautomaten angeboten.

Was die Haltbarkeit von Haribo und Raider fördert, die richtige Kühlung und Feuchtigkeit, müssen die Bücher (Papier halt) ertragen. Das tun sie erfolgreich nach eingehenden Tests.

Eine Auflistung der Automatenstandorte, Presseinfos und weiteren Lesestoff gibt’s bei satt.org.

Aufgestöbert bei den Yahoo Nachrichten.

TheoH

Theo ist leidenschaftlicher Kaffeegenießer & Genussblogger! Er wohnt in Mannheim, bloggt seit 2004 rund um die Themen Essen & Trinken, Kulinarisches, Gastronomie, Events. Ein weiteres Steckenpferd und Betätigungsfeld sind Webdesign, die Blogtechnik rund um Wordpress und Social Media, das Web 2.0. Mehr erfahren Sie hier.

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