Kampagne gegen Fat Food, McDonald's & Herztod

Fast Food Gigant McDonald’s ist Zielobjekt einer Kampagne der PCRM.org,, einer Initiative engagierter amerikanischer Ärzte gegen den Herztod.

Die Organisation Physicians Committee for Responsible Medicine (PCRM) veröffentlichte am 14. September 2010 ein Kampagnenvideo, das McDonald’s attackiert. Das Video zeigt eine Szene im Leichenschauhaus, in der eine schockierte Frau ihren toten leicht übergewichtigen Ehepartner identifiziert. Makaber: Der Tote hält in seiner linken Hand einen angegessenen Burger. Gegen Ende des Spots umklammert das goldene M die Füße des Toten.

Botschaft des Spots: “Esst weniger Fast Food, weniger Fett, gönnt euch Vegetarisches.”

Provokant ist, dass McDonald’s direkt genannt und frontal angegangen wird. Die Kampagne der PCRM richtet sich aber ebenso gegen andere Fast Food Restaurants wie Burger King und KFC (finde ich wesentlich ärger), gegen fettes, zu cholererinhaltiges und natriumreiches Essen: Provocative Commercial Targets McDonald’s High-Fat Fare :: Doctors Link Washington’s Heart Disease Rates to High Concentration of Golden Arches, Other Fast-Food Outlets.

Das Video zur Kampagne ist absolut hart. PCRM lädt zudem zur aktiven Diskussion ein Facebook und Twitter. McDonald’s reagiert harsch.

Meine Meinung:
Absolut gewagte und krasse Kampagne! Nicht nur in den USA ist falsche Ernährung und daraus oft resultierende Fettleibigkeit ein zunehmendes Problem. Aber Fast Food darf nicht immer sofort mit Fat Food gleichgesetzt werden. Ich gehe bisweilen auch zum goldenen M. Aber deshalb sterbe ich noch lange nicht an Herztod.

Ich halte es so: “Iss und genieße in Maßen, nicht in Massen!”

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Theo Huesmann

Theo Huesmann

Eigentümer, Betreiber & Autor bei Notizen für Genießer - gumia.de
Theo ist leidenschaftlicher Kaffeegenießer & Genussblogger! Er wohnt in Mannheim, bloggt seit 2004 rund um die Themen Essen & Trinken, Kulinarisches, Gastronomie, Events. Ein weiteres Steckenpferd und Betätigungsfeld sind Webdesign, die Blogtechnik rund um Wordpress und Social Media, das Web 2.0. Mehr erfahren Sie hier.
11 Kommentare zu “Kampagne gegen Fat Food, McDonald's & Herztod
  1. Da stimme ich dir absolut zu. Hier wird es dargestellt, als wenn jeder dem Tode geweiht ist, der auch mal ungesund ißt. Das Problem liegt aber wirklich eher in der Masse. Wenn übergewichtige und ungesund lebende Eltern ihren Kindern nichts besseres beibringen, als dreimal die Woche bei McDonald’s zu sitzen und alles zu verdrücken, was reinpasst, ist es klar, dass das schnell seine Folgen haben wird. Wenn aber ein normal gesunder Mensch mal zu Fast Food greift, weil es an Zeit mangelt oder man es einfach mag (so wie ich), dann ist das völlig ok. Man muss ja schon fast ein schlechtes Gewissen haben, wenn man den Laden nur betritt, weil man von allen Seiten mit kritischen Kommentaren beworfen wird. Alles etwas übertrieben für den Durchschnitt der Bevölkerung, wie ich finde.

  2. Ich finde ganz angemessen. Ohne solche krasse Kampagne wissen die Leute einfach nicht wie ungesung diese Faat Food ist. Man sollte Auswirkungen wissen egal ob sie pozitiv oder negativ sind. Ich stimme total mit Kampagne zu.

  3. Einerseits sehe ich Anbieter wie McDonalds schon in in einer Art gesellschaftlicher Verantwortung. Andererseits und mit Blick auf die drastischen Körperumfangs-Zustände in den USA muss ich aber auch konstatieren: Es ist viel zu billig, auf die Anbieter preiswerter, aber ungesunder Nahrung einzuprügeln, anstatt einmal darauf zu schauen, dass sich die Menschen da häufig einfach nichts Anderes leisten können. Es ist ja nicht wirklich das “Fast” im Fast Food, das die Verfettungswelle vorantreibt, sondern der Preis. Es gibt so viele andere, gesündere Fast-Food-Anbieter. Selbst ein Subway bietet im Vergleich deutlich gesündere Nahrung an, wird aber von den stark betroffenen Gesellschaftsgruppen nicht frequentiert, weil es für die einfach zu teuer ist. Der Ansatz muss hier ganz klar sein, über den Preis gesunde Ernährung zu fördern, nicht über Anti-Kampagnen.

  4. Nicht schlecht, der Spot! Ich bin ja generell der Meinung, dass man, wenn man nachhaltig auf etwas aufmerksam machen will, besser dran ist, wenn man auch richtig was bieten kann. In diesem Fall ein krasser Spot. Allein der angegegessene Burger in der rechten Hand des Toten ist schon für sich ein genialer Coup. Sowas schafft Aufmersamkeit! Ich erinnere idZ auch unter anderem an den Anti-Aids-Spot mit Hitler als “Massenmörder”. Bei drastischen Themen ist die “Holzhammer”-Methode öfter mal angebracht, wie ich finde.

  5. Also ich finde den Spot leicht übertrieben. Die Franzosen essen beispielsweise wesentlich fetthaltiger und Fast-Food-Reicher als es die Amerikaner tun. Und trotzdem leben sie im Schnitt länger. Da spielen andere Faktoren eine viel wichtigere Rolle.
    Natürlich schadet es wahrscheinlich wenn man jeden Tag Kiloweise Burger in sich hinein stopft aber wenn das der Fall ist, hat man andere Probleme als nur den Hang zu BK oder McD.
    Hauts rein!

  6. ich finde den sport ehrlich gesagt leicht übertrieben. Klar, Fakt ist, dass das Essen bei McDonalds einfach billiger ist, als z.B etwas frisches gesundes. Aber keiner zwingt einen täglich zu Mcdonalds zu gehen, oder?
    Und ab und an ist das in meinen Augen in Ordnung auch mal fastfood zu essen, das wissen doch eigentlich auch die meisten leute, dass das schädlich ist, wenn man zuviel isst.
    Aber das muss jeder selbst wissen wie er das handhaben will.

  7. Also ich finde der Spot ist sehr intelligent gemacht – denn wenn der nicht überzogen und makaber wäre, würde ja keiner darüber reden, niemand sich damit auseinandersetzen und man hätte es gleich lassen können. Wirklich, gäbe es diesen Artikel überhaupt, wenn da einfach nur ein Doktor interviewt worden wäre über Fettleibigkeit und Risikofaktoren fürs Herz? Wohl kaum. Das Ziel des Spots ist es ja nicht, die Realität 1 zu 1 abzubilden, sondern zu alarmieren, wachzurütteln, zu schockieren etc.
    Ich mag ihn.

  8. Zum Spot: Meiner Meinung nach recht schwach. Der Spot soll für mich NUR kurzfristige Aufmerksamkeit schaffen und spricht, wie ich finde, die völlig falsche Zielgruppe an. Was sehen wird? Ein Paar, im besten Alter, wo der Mann, aüßerlich gesunde Statur, also nicht dick etc. während des Burgeressens den Geist aufgibt. Der Spot richtet sich also garnicht an “typische” Fast Food Daueresser (siehe z.B. Einkaufspassage in den USA, wo 80% einfach nur wie Ferkel aussehen), denn sonst wäre der Tote eher fett.

    Des Weiteren spricht die Stimme am Ende, dass man Vegetarier werden soll, wenn ich dies richtig gehört habe. Hier auch die Frage, ob dies nicht übertrieben ist, denn der moderne Mensch, wäre nicht das was er ist, wenn er nicht Fleisch essen würde. Eine Nahrungsergänzung mit relevanten Vitaminen , etc. reicht da nicht aus.

    Warum ich den Spot sau schlecht finde ist, wie bereits geschrieben die total falsche Zielgruppe! Dieser Spot wird nahezu 0% der Menschen ansprechen, die er -meiner Meinung nach- ansprechen sollte! Ich denke da vor allem! an Kinder. Es ist erwiesen, dass viele Kids schlicht nicht mehr wissen wie eine Mahlzeit schmecken soll. Geschmacksverstärker etc. sind ein anderes Thema, passt hier aber grade gut. Die Familien, in denen sich ein Kind sein Pausenbrot noch selbst vorbereitet, kann man je Hundert an der Hand abzählen. Da ist es einfacher in der Pause beim Bäcker etc. was zu holen. Hier wird auch der Grundstein gelegt, dass diese später eher zum Essen auswärts, meist dann auch “Fat Food” greifen, da statistisch der meiste Bevölkerungsanteil es sich schlicht nicht leisten kann jeden Tag !gesund! auswärts zu essen. Kochen haben Sie ja nie gelernt! Daher wird dann öfters mal im Kühlregal zu Fertiggerichten gegriffen, was wie ich meine der eigentliche Übeltäter ist!

    Worauf will ich also hinaus. Der Spot trifft das Thema nicht auf den Kopf. Nicht Fast Food-Ketten wie McD’s u.a. sind verantwortlich für unsere “Fettleibigkeit” sondern wir selbst. Die Art und Weise, wie wir unsere Kinder auf die Welt vorbereiten, hat direkte Auswirkungen auf diese.
    Bringen wir Ihnen keine Eigenständigkeit bei, werden sie es auch nicht können. Bringen wir Ihnen keinen Respekt vor Mitmenschen bei (was heute extrem der Fall ist!), wird einer Frau mit Kinderwagen an einer Treppe nicht mehr geholfen. Man kann das Spiel nahezu unendlich weiterspielen.

    Zu Forumsbeiträgen:
    Eine Preiserhöhung für Fast-Food ist lächerlich. Fast-Food lebt davon, dass das Essen schnell und billig ist. Sonst würden die Menschen mit Substitution darauf reagieren. Also z.B. vorher bewusst essen oder etwas mitnehmen. Damit wäre der Sinn solcher Anbieter dahin. Subways und Co., die hier als vermeintlich gesünder konstatiert werden halte ich für überzogen. Jede eintönige Ernähurng ist schlicht und ergreifend falsch. Auch die vegetarische!

    @Alex: Frankreich ist wohl kaum mehr Fast Food als die USA. Wie kommen Sie auf diesen Unsinn.

    @Frank: Sie haben die Eigenschaften eines Spots treffend beschrieben, doch geht dies auch immer damit ein, dass der der ihn sieht, seine Botschaft mit sich verbinden kann. Dass der Spot schlecht ist, sehen Sie an den Beiträgen, denn keiner hier kann den Spot auf sich beziehen. Einfach nur ein sehr schlechter Spot!
    Mich schockiert kein äußerlich gesunder Mann mit einem Burger in der Hand, wenn ich dies als ein solcher sehe. Lassen Sie mal das McDonalds Logo am Ende weg. Was sehen Sie? Nichts! Der Spot ist nichtssagend ohne das Logo. Einfach nur schlecht.

    Legen Sie nun ein Kind auf dem Tisch UND heben Sie den Burger noch besser hervor. Jede Mutter würde sofort aufschreien! Sie wäre schockiert und würde bei der nächsten Überlegung, den Kindergeburtstag im McD’s zu feiern zweimal überlegen. Warum? Sie hat die Botschaft erkann und noch viel wichtiger, sie kann diese auf sich (Kind) beziehen! Erst das führt zum Lernen.
    Das gleiche gilt dann für einen dickeren Mann (z.B.) der im Spot klar als z.B. McD’s-Gänger gekennzeichnet ist. Einer in der Realität würde sich dann auch angesprochen fühlen.

    Aber so, nur heiße Luft…verpufft ohne Reaktion.

    Von mir eine 5- in Schulnoten.

  9. Na gut dann will ich meine Meinung auch mal niederschrieben. Es gibt ja Zahlreiche Untersuchungen die Belegen sollen das Fastfood Essen nicht gesundheitsschädlich sein soll. Ich habe da so meine Bedenken! Klar gehe ich auch gerne mal einen Bürger essen doch Gesund ist das mit Sicherheit nicht. (den Salat mal ausgeschlossen) Sport hilft sicherlich dabei diese ganzen Fette abzubauen

    Wie denkt ihr darüber?

    Gruß Tom

  10. Tom, ich glaube, nicht mal der Salat ist gesund bei so einem Burger. Meistens ist der genmanipuliert und wächst in nicht sehr optimalen Bedingungen, wodurch sich kaum wichtige gesunde Elemente bilden können. Besser, man macht die Burger selbst, wenn man nicht drauf verzichten kann. Ist gar nicht mal so schwer (mit lecken Bäckerbrötchen und vernünftigem Fleisch vom Fleischer).

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