Globalisierung vereinheitlicht Trinkgewohnheiten

Die Ökonomen Joshua Aizenman und Eileen Brooks von der University of California in Santa Cruz haben festgestellt, dass sich in der heutigen Zeit der Globalisierung und weltweiten Handelsbeziehungen die verschiedenen Geschmäcker einander angleichen.

In ihrer Studie „Globalization and taste convergence: The cases of wine and beer“ haben Aizenman und Brooks 38 Länder unter die Lupe genommen und speziell die Trinkgewohnheiten bezüglich Wein und Bier über den Zeitraum von 1963 bis 2000 wissenschaftlich untersucht.

Trinkgewohnheiten nähern sich an
So wird festgestellt, dass die Weinnation Frankreich im Laufe der letzten 40 Jahre mehr Richtung Bierkonsum tendiert, während wir traditionell biertrinkenden Deutschen als ihre europäischen Nachbarn in letzter Zeit in zunehmenden Maße Wein konsumieren. Überhaupt sei eine Annäherung in den EU-Ländern zu beobachten.

Herkunft und Tradition bremsen Konvergenzverhalten
Aber keine Bange. Wir werden nicht im Globalisierungseinheitsverhalten landen. So haben Aizenman und Brooks bei den untersuchten 38 Ländern auch nach Latein- und Südamerika geblickt und untersucht, dass sich dort die Bier- und Weinvorlieben nicht verschieben. Vielmehr bestimmen Herkunft der Bevölkerung das Trinkverhalten. Mexiko, Peru und Brasilien sind und bleiben Biertrinkerdomänen. In diesen Ländern ist der europäische Bevölkerungsanteil verhältnismäßig gering. Argentinien, Chile und Uruguay sind dagegen mit einer größtenteils aus Europa stammmenden Bevölkerung traditionell weinproduzierende und weintrinkende Nationen, vor 40 Jahren und auch heute.

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TheoH

Theo ist leidenschaftlicher Kaffeegenießer & Genussblogger! Er wohnt in Mannheim, bloggt seit 2004 rund um die Themen Essen & Trinken, Kulinarisches, Gastronomie, Events. Ein weiteres Steckenpferd und Betätigungsfeld sind Webdesign, die Blogtechnik rund um Wordpress und Social Media, das Web 2.0. Mehr erfahren Sie hier.

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