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Der Fichtner und sein Tellerrand

Oh Mann! Der selbsternannte Besseresser Ullrich Fichtner, preisgekrönter Journalist bei SP Online, hat sich etliche Stunden Zeit genommen und sich zu deutschsprachigen kulinarische Blogs schlau gemacht.

Dabei schaut Tellergericht-Esser Fichtner nicht arg weit über den eigenen Tellerrand hinaus. In seiner Spiegel-Kolumne sind nun also Blogs dran, die er benörgelt: Was Blogs so anrichten.

Sehr spärlich streut er Lob für, z. B. für Fool for Food, deliciousdays.com oder die m. E. grandiosen Blog-Events bei Zorra im Kochtopf. Das wars dann aber auch. Ansonsten macht er - es sei ihm bei stundenlangem Genussblogs-Surfen verziehen - die in Andalusien lebende Schweizerin Zorra zu einer Wienerin und ist - überhaupt - erschlagen ob der Masse an Kochblogs.

Ja, die schiere Masse ist es, die Herrn Fichtner stört. Ich nenne es Vielfalt, Kollege Journalist. Picke die Rosinen heraus! Dafür reichen einige Abendstündchen Surferei nicht aus.

Das digitale Selbstgespräch ist ein Hobby, das mir seltsam fremd bleibt.

Selbstgespräch? Bloggen bedeutet Kommunikation. Die ist erwiesenermaßen zweiseitig. Und Bekanntschaften oder gar Freundschaften werden auch geknüpft.

Mir begegnen im Netz Menschen, deren Tagebücher dafür sprechen, dass sie sich für gebildeter als Siebeck, für witziger als Axel Hacke, für beseelter als Hape Kerkeling und für schlauer als Einstein halten. Das Problem ist nur: Sie sind es in aller Regel nicht.

Ich kenne kein Blog, das diesen Anspruch hat und die Nase so hoch hält… Und ich kenne wirklich viele Blogs.

Es gibt also viel, sehr viel zu lesen, man reibt sich bald die müden Augen, und nach ein paar weiteren Stunden zwischen Google und diversen Link-Listen sehnt man sich in Goethes Zeiten zurück, in denen es noch nicht einmal Telefon gab, geschweige denn DSL-Leitungen.

Dann gehen Sie doch bitte direkt und ohne Umwege hier entlang und drücken den Internet-Ausschaltknopf. Die in rote Schrift gerfärbten Texte hier im Beitrag sind übrigens Links, sogenannte Verweise, Herr Fichtner.

Ähnlich denken und schrieben bereits:

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4 Kommentare zu “ Der Fichtner und sein Tellerrand ”

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  1. # 1 Iris schreibt am 23. Februar 2008 um 19:33 Uhr:

    hat nichts mit dem oben erwähnten Herrn zu tun, den kenne ich nicht… aber ich wollte Euch (bzw. uns, den Benutzern) gratulieren, weil jetzt beim Genussblogticker auch die Kategorien wieder funktionieren, toll, danke!

  2. # 2 TheoH schreibt am 24. Februar 2008 um 11:08 Uhr:

    Immer wieder gerne, Iris. Weitere Neuigkeiten findest du hier in meinem Beitrag unter genussblogs.net/der-genussticker-hat-neu...

  3. # 3 Wikio Blog DE schreibt am 26. Februar 2008 um 20:14 Uhr:

    Deutsche Tellergerichte, Tellerränder und -sülzen…

    Wenn man von hier in Paris auf die deutsche Blogosphäre schaut, bemerkt man immer wieder Merkwürdigkeiten, die es so irgendwie nur in Deutschland zu geben scheint: da wäre zum Beispiel der ewige Streit zwischen Bloggern ( bloggende Journalisten) vs. (n…

  4. # 4 Yurtdisi Egitim schreibt am 26. Februar 2008 um 22:39 Uhr:

    does anyone knows if there is any other information about this subject in other languages?

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