Blog-trifft-Gastro 2009 & Twitter-Nutzung

Am vergangenen Wochenende war Blog-trifft-Gastro 2009 in Mannheim beim Ochsenwirt. Am Vorabend hatte ich mir überlegt, zur Vreanstaltung eine Twitterwall einzurichten. Inspirieren ließ ich mich durch die LIVE-Wand des Tourismuscamps in Eichstätt, das ich zwei Wochen vorher besucht hatte.

Nach einem kurzen Telefonat mit Marc und Thomas war klar: die Nacht wird lang. Ich begann die Twitterwall zu erstellen. Auf der Site blog-trifft-gastro.net, die seit einem Jahr schlummerte, installierte ich eine schlichte statische Seite, die von Twitter alle mit #btg09 getaggten Tweets abgreift. Identisch verfuhr ich mit denen auf Flickr abgelegten Fotos.

Ergebnis ist nun: blog-trifft-gastro.net.

Eine Recherche ergab folgende vorhandenen Twitter-Accounts angemeldeter Teilnehmer:

  1. @mixology
  2. @winzerblog
  3. @abseits
  4. @MatthiasM
  5. @jantheofel
  6. @JoergWeisner
  7. @ultes
  8. @baranek
  9. @TeNoDesign
  10. @biggimm
  11. @fritti
  12. @gumia

Mein Riecher sollte sich bestätigen.
Auf BtG 2009 wurde erstmals getwittert. Begleitend zur Veranstaltung gab es massenhaft bis 144 Zeichen lange Botschaften getaggt mit #btg09. Zehn Seiten bei der Twittersuche reichen die Tweets zurück. Twitter wurde rege genutzt für:

  • Frage nach Parkmöglichkeiten nahe der Lokation anfahrender Teilnehmer
  • Verspätungen wurden gemeldet
  • erste Blogberichte wurden gezwitschert
  • Außenstehende & Verhinderte stellen Fragen zu Essen, Lokation etc.
  • Fotos auf Flickr werden verlinkt.
  • Nachberichte zu BtG09 wurden / werden gezwitschert.

Twitter schafft einfache Brücke nach draußen.
Eigentlich klingt das inhaltlich nicht so arg spannend. Aber was mich an dem Tag BtG dann doch faszinierte, war die Kommunikation mit genussaffinen Menschen via Twitter, die gerade nicht bei BtG teilnehmen konnten. Die Brücke nach draußen war gebaut! Twitter ist ja auch so einfach zu nutzen.

Folgen
Teilnehmer, die Twitter bis dato nicht nutzten, wurden zu Twitterern. So wurden neue Twitternutzer geboren:

  1. @speisekarte
  2. @duesiblog

Und ein TwitterGeschicktNutzer gab gar eine Runde Sekt für seinen 100. Follower aus. Der TwitterGeschicktNutzer sagte vorher, er beginne die Zwitscherei, wenn gerade diese 100er Marke überschreitet. Da war es dann soweit, lieber Gerhard.

Mein Fazit
Twitter ist für mich nach wie vor wirklich nicht lebensnotwendig. Aber begleitend und unterstützend zu Veranstaltungen halte ich das Tool wirklich für sinnvoll. Es ist simpel und wirkungsvoll, es ist eine Bereicherung für eine Veranstaltung. Die Zwitscherei hat nicht gestört an dem Abend.

Noch was
Twitter macht auch nicht blogfaul oder blogmüde, wie die vielen Blogbeiträge zu Blog-trifft-Gastro 2009 zeigen.

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TheoH

Theo ist leidenschaftlicher Kaffeegenießer & Genussblogger! Er wohnt in Mannheim, bloggt seit 2004 rund um die Themen Essen & Trinken, Kulinarisches, Gastronomie, Events. Ein weiteres Steckenpferd und Betätigungsfeld sind Webdesign, die Blogtechnik rund um Wordpress und Social Media, das Web 2.0. Mehr erfahren Sie hier.

7 Replies to “Blog-trifft-Gastro 2009 & Twitter-Nutzung

  1. Wie die Zwitscherei hat nicht gestört? Die Hälfte der Zeit saßen irgendwelche Leute da rum und tippten was auf irgendwelchen Tastaturen und iPhones rum. Witzig – aber jeder Offline-Unterhaltung abträglich.

    Ja, ich oute mich. Ich find Twitter – obwohl mit drei Accounts dabei – immer noch doof. Twitter um nach Parkmöglichkeiten zu fragen? Um Verspätungen zu melden? Warum nicht sprechen? Einfach anrufen. 🙂
    Und Daheimgebliebene sollten nicht aus der Ferne dazwischen quatschen, sondern einfach bis zum nächsten Tag warten, um zu erfahren, was sie versäumt haben.

    Nein, ich bin weniger altmodisch als es jetzt hier rüber kommt. Aber wenn Bloggertreffen zu Twitter- und Blog-Orgien mutieren und jeder nur noch vor seinem Bildschirm sitzt, dann kann man sie abschaffen und muss sich gar nicht mehr treffen. Via Tastatur sind wir ja eh immer alle verbunden. Es reicht doch, wenn man am nächsten Tag drüber bloggt. Und von mir aus auch twittert. Man kann einfach nicht immer die ganze Welt an seinem Leben teilhaben lassen. Und man sollte es auch nicht.

    Ganz klare Meinung von mir: Twitter ist keine Bereicherung einer Veranstaltung. Ich finds schrecklich, wenn die, die nicht da sind, wichtiger werden, als die, die da sind. Und dafür sorgt Twitter.

    Ich lasse mich gerne eines Besseren belehren. Aber so empfinde ich das zur Zeit noch.

  2. @Biggi:
    Drei Twitter-Konten hast du? Da ist mir eines entfleucht.

    Danke für dein Plädoyer zu twitterfreien Events. 😉 Man sollte nicht dauernd am iPhone oder was auch immer hängen. Da stimme ich dir zu. Die Nutzung sollte wirklich in Maßen erfolgen.

    Ich finde Twitter gerade bei Events recht sinnvoll, um Externe etwas einzubinden und zu informieren. Unschön ist es m. E., Twitter als Linkschleuder eigener Blogartikel oder zur Mitteilung belangloser Befindlichkeiten zu verwenden. Ansonsten: für kurze Kommunikation ist das Tool gut.

  3. ich hab ein Konto für mich, eines für die Pommeswelt und eines im Kundenauftrag.

    und ja – kurze Infos, klar.

    Wobei ich – ich gebe es zu – Twitter echt fast nur als Linkschleuder für Blogpostings nutze. Alle Blogs, die ich schreibe, twittern automatisch.

    Für alles andere hab ich einfach keine Zeit. Ich interessiere mich bei Twitter auch – wenn – nur für Links und Infos. Aber meistens guck ich da nur alle paar Tage, wenn überhaupt, mal rein.

    Und wegen iPhones etc. – also ich hätte mich wirklich gerne mit dir mal ne halbe Stunde in Ruhe unterhalten in Mannheim. Aber du saßt ja echt nur vorm Bildschirm. Außer beim Essen, aber da hatte ich selbst den Mund voll. 😉

    Liebe Grüße!

  4. >>Und wegen iPhones etc. – also ich hätte mich wirklich gerne mit dir mal ne halbe Stunde in Ruhe unterhalten in Mannheim. Aber…

    @Biggi:
    Beim nächsten Treffen gelobe ich Besserung. Versprochen!

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