Blog, das kommunikativste Medium

Im Manager Magazin findet sich heute der recht lange und interessante Bericht „Angriff aus der Blogosphäre“ von Mohanbir S. Sawhney über Blogs. Darin geht er auf ihre wachsende Bedeutung in der Medienlandschaft ein. Marketing- und PR-Experten dürften sich ihr gegenüber nicht verschließen. Sie sollen das Medium Blog für sich nutzen.

In seiner Einführung beschreibt Mohanbir S. Sawhney Blogs wie folgt:

Die Blogosphäre – ein von Amateuren und Hobbyliteraten betriebenes, Millionen Internettagebücher umfassendes Ökosystem. Die Blogosphäre unterscheidet sich von den herkömmlichen Medien. Sie ist dezentralisiert und unterliegt keiner Aufsicht.

Doch wie die traditionellen Medien (im Gegensatz zu den meisten persönlichen Web-sites) gewinnt dieses System zunehmend Einfluss auf das, was die Leute denken, tun und kaufen.

Die Beschreibung klingt etwas geringschätzend und herabwürdigend, aber im Folgenden erklärt er, warum die Blogosphäre anders funktioniert als traditionelle Medien.

… Wie in der Open-Source-Bewegung zählt auch dort die soziale Anerkennung mehr als der finanzielle Gewinn. Blogger sind von dem Wunsch beseelt, ihre Ideen und Ansichten jedem mitzuteilen, der sie hören will. Das erhöht ihre Glaubwürdigkeit und macht sie für Marketingexperten attraktiver…

Warum Marketing und PR sich Blogs nicht entziehen können

  1. Das Blog stellt ein Medium dar, an dem man sich beteiligen sollte. Reichweite und Glaubwürdigkeit in eigener Sache werden gefördert.
  2. Blogger soll man kultivieren, nicht kontrollieren. Insbesondere haben sich PR-Verantwortliche mit aller Offenheit der – auch neagtiver – Berichterstattung zu stellen.
  3. Die Blogosphäre wird sich als ein voll entwickeltes Kommunikationsmedium etablieren, an dem Marketingexperten und Werbungtreibende nicht vorbeikommen.

Der Autor Mohanbir S. Sawhney
ist Direktor des Forschungszentrums für Technologie und Innovation an der Northwestern University (Kellog School of Management) in Illinois

Mein Wunsch
Verteufelt Blogger nicht! Mir geht es nicht darum, als Journalist im traditionellen Mediensinn anerkannt zu werden. Vielmehr geht es mir um mehr Akzeptanz. Das Medium Internet – speziell Blogs – wird in vielen Branchen unterschätzt oder gar nicht wahrgenommen.

Außerdem wünsche ich mir weniger Ignoranz und mehr Aufgeschlossenheit seitens klassischer Medien und Branchen. Man kann auch ausschließlich im Internet publizieren und glaubwürdig sein. Es ist kein kopierfreier Raum! Ein erster positiver Trend kann bereits beobachtet werden.

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TheoH

Theo ist leidenschaftlicher Kaffeegenießer & Genussblogger! Er wohnt in Mannheim, bloggt seit 2004 rund um die Themen Essen & Trinken, Kulinarisches, Gastronomie, Events. Ein weiteres Steckenpferd und Betätigungsfeld sind Webdesign, die Blogtechnik rund um Wordpress und Social Media, das Web 2.0. Mehr erfahren Sie hier.

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