Benimm im Gourmet-Restaurant

Manfred Schwarz, seines Zeichens vielfach ausgezeichneter Gourmet-Koch und Altkanzlerbekocher, sagt der RNZ, wie man als Gast ein Gourmet-Restaurant besucht.

Gehe in das Edel-Restaurant, als wenn du ins Theater gehst!
Manfred Schwarz Melde den Besuch vorher telefonisch an und sage auch, ob damit ein besonderer Anlass verbunden ist. Benenne ruhig Vorlieben oder Besonderheiten. Ziehe gefällige Kleidung an, in der du dich wohl fühlst.

Sage auch mal nein!
Weil es ein Gourmet-Tempel ist, muss man sich nicht alles aufschwatzen lassen. Sage ruhig auch mal nein, wenn du keinen Aperitif wünscht oder lieber ein gepflegetes Bier anstelle eines angebotenen Weines trinken möchtest.

Fazit
Fühle dich wohl und geniesse einfach Essen und Aufenthalt.

Manfred Schwarz
Schwarz - das Restaurant betreibt seit 2004 das Gourmet-Restaurant Schwarz das Restaurant in Heidelberg, im Haus der Print Media Academy direkt gegenüber dem Hauptbahnhof gelegen. Das Restaurant liegt quasi über der Stadt Heidelberg und bietet ein wahnisnniges Panorama über die ganze Stadt.

Danke an Thomas Lippert, der die RNZ liest und mich auf diesen Lesetipp brachte.

TheoH

Theo ist leidenschaftlicher Kaffeegenießer & Genussblogger! Er wohnt in Mannheim, bloggt seit 2004 rund um die Themen Essen & Trinken, Kulinarisches, Gastronomie, Events. Ein weiteres Steckenpferd und Betätigungsfeld sind Webdesign, die Blogtechnik rund um Wordpress und Social Media, das Web 2.0. Mehr erfahren Sie hier.

4 Replies to “Benimm im Gourmet-Restaurant

  1. Wissen Sie, woher es kommt, dass etikette-bewusste Menschen Kartoffeln niemals schneiden? Ich sage es Ihnen, zumal ich in meinen Seminaren – ich leite das Berliner Institut für Stil und Etikette Hildegard von Heyne – erkannt habe, dass die meisten Menschen das nicht mehr wissen. Und doch werden diejenigen, die Kartoffeln mit dem Messer schneiden, von jenen, die eine gute Erziehung genossen haben und folglich die Kartoffel nur mit der Gabel zu durchtrennen pflegen, immer noch heimlich ausgelacht. Und das, obwohl mancher „Stiltrainer“ beruhigend sagt: „Heutezutage darf man Kartoffeln ruhig schneiden“.

    Nun, erlaubt es, was gefällt; man muss es nur mit Anstand, mit dem Herzen und mit Charme tun. Und doch gibt es die kleinen Unterschiede, an denen man erkennt, ob jemand sich auskennt. Und den wirklichen feinen Mann und die Dame von Welt erkennt man eben daran, dass sie und er eben gerade n i c h t die Kartoffel mit dem Messer schneiden.

    Wie kommt das?:
    Früher waren (heute auch manchmal noch) die Messergriffe aus Silber. Die Klingen natürlich aus Stahl. Das sind sie auch heute noch. Allerdings: in alten Zeiten waren diese Stahlklingen nicht rostfrei. Solche Esswerkzeuge habe ich sogar noch bei uns zu Hause in den 50er Jahren erlebt. Große Messer mit silbernen Griffen und nicht rostfreien Stahklingen. Sie hatten den Nachteil, dass man diese rostenden Klingen mit Ata und einem Korken bearbeiten musste, um sie zu säubern. In die Spülmaschiene hätten sie natürlich auch nicht gedurft, aber die wurden sowieso erst in jenen Jahren erfunden. Diese rostenden Messerschneiden hatten aber auch einen immensen Vorteil: Sie schnitten viel besser als ihre rostfreien Pendents, die es freilich längst gab. Deswegen waren diese alten Messen mit ihren nicht rostfreien Klingen als Tafelmesser bei uns zu Hause sehr beliebt, und da es bei uns nur noch wenige Exemplare davon gab, meine Mutter hatte nämlich zwischenzeitlich die meisten alten Messer mit einer praktischen neuen rostfreien Stahlklinge versehen lassen, kam es oft vor, das einer meiner Brüder oder ich kurz vor dem Essen um den Esstisch herumgingen und heimlich die Messer so tauschten, dass der unbeobachtete Messertauscher zum Essen dann sein Lieblings-, nämlich das nicht rostfreie Messer an seinem Platz liegen hatte.

    Aber was haben diese alten Messer damit zu tun, ob man Kartoffeln schneidet oder nicht? – Sehr viel; denn hätte man mit einem Messer mit nicht rostfreier Stahlklinge eine Kartoffel geschnitten, so hätte diese den üblen Stahlgeschmack des Messers angenommen. Dasselbe galt übrigens für Spargel und Fisch und auch für das weiche gekochte Frühstücks-Ei, das deswegen nicht „geköpft“ werden durfte. So entstand die Sitte des Eierpuhlens, die Gewohnheit, Kartoffeln mit der Gabel zu zerteilen, so wurde das Fischbesteck erfunden, dessen „Messer“-Klinge ja aus Silber ist (war), wie der Griff, man braucht ja kein scharfes Stahlmesser für den Fisch, und so entstand die schreckliche Sitte des Spargelschlürfens. Und während sich letztere Sitte, den Spargel mit der Gabel zu nehmen und mit der Hand, die man snchließend in mitservierten Fingerschalen abspült, nachzuschieben gottlob wegen der damit verbundenen Schweinerei von selbst erübrigt hat, nehmen etikettebewusste Menschen immer noch das Fischbesteck zum Fisch und teilen die Kartoffel (nie knätschen!) immer noch vornehm mit der Gabel.

    Übrigens noch ein Geheimtipp: Das Messer wird zu Hauptmahlzeiten immer mitgedeckt, aber Sie müssen es für Speisen, bei denen Sie kein Messer brauchen, nicht benutzen. Ja, es gilt sogar eher als fein, zu Frikadellen oder Geschnetzeltem (wenn es denn klein genug geschnetzelt ist) das stets zu deckende Messer n i c h t zu benutzen.

    Herzlichst, Ihr Uwe Fenner, Institut für Stil und Etikette Hildegard von Heyne, Berlin – http://www.institut-fuer-stil-und-etikette.de

  2. kartoffeln nur deshalb nicht mit rostfreien messern schneiden, weil es frueher mal rostende messer gegeben hat, ist ungefaehr genauso sinnvoll wie mit einem modernen auto 6km/h zu fahren, weil es ja frueher mal ein pferdefuhrwerk gegeben hat.
    und ein „stets“ zu deckendes messer NICHT zu benutzen ist ungefaehr so sinnvoll, wie ein modernes, kraftstoffsparendes auto mit einem 200 liter tank auszuruesten und „stets“ vollzutanken, dann aber sehr „fein“ nur die haelfte davon zu nutzen – zwar mehr benzin zu verbrauchen, wegen des hoeheren gewichts an bord, aber das muss die „feinheit“ ja schon wert sein, oder?
    vielleicht ist ja diese art von „etikette“ nur eine andere definition fuer „fortschrittsablehnung“… passt jedenfalls zum deutschen volkscharakter…
    eines tages werden wir hoffentlich den spruch „wir haben die erde von unseren kindern nur geborgt!“ verstehen lernen…

  3. Dear Sir/Madame

    I would like to book a table, details as follows:
    No. of guests:2
    Date: Friday 9th Feb ’07
    Time: 7:30 pm
    Please confirm by e-mail, latest Thusday afternoon.

    Thank you

    Reagrds
    Sisi Modise

  4. Tja Theo,

    „Whatever lavish event your company is planning, be it conference, Christmas Party, etc. we will make your event a success for you, and a memorable one for your participants.“

    Ich denke auch, dass es ein unvergesslicher Abend bei euch im Wohnzimmer werden wird. 😉

    Btw. schön, auf diese Weise auch noch den eindrucksvollen Kommentar zu Stil und Etikette gelesen zu haben. Eine ausführliche Antwort auf eine Frage, die niemand gestellt hat. Aber ich lache NIE heimlich jemanden aus …

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